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IT-Dienstleistungen / Netzwerk-Administration

NAS - weshalb, warum, wozu?

Durch die immer vernetztere Welt, der Nutzung von mobilen Endgeräten (welche im klassischen Sinn keine Computer mehr sind, wie z.B. Smartphones, Tablets, etc.) und dem dadurch verbundenen Wunsch, seine Daten weltweit und jederzeit verfügbar zu haben, sind cloud-Anbieter und -Dienste nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken.

Nicht jeder möchte allerdings sorglos seine Daten in aller Welt bei den unterschiedlichen Anbietern verstreut aufbewahrt wissen. Zudem verliert man schnell den Überblick über diesbezügliche Abos, Verträge und Zugangsdaten. Hier kommt die sogenannte "own-cloud" bzw. "home-cloud" zum Einsatz, die Daten liegen dann beim Benutzer eben auf einer wie auch immer gearteten NAS im heimischen Netzwerk bzw. die Firmendaten bleiben in der Firma. Man hat zudem auch die gefühlte Kontrolle über seine Daten wieder.

Kurz und knapp - wozu?

  • zentraler Daten-Speicherort für die meisten Endgeräte (PC/Mac, Server, Smartphones, Tablets)
  • kompatibel mit sämtlichen gängigen Systemen (Androis, MS-Windows, MacOS/iOS, Linux)
  • eigene Cloud (Kontrolle: wo liegen meine Daten überall?)
  • Anbieter-Unabhängig, als Ersatz für z.B. Microsoft OneDrive, Google-Drive
  • Apps werden vom Hersteller angeboten und gepflegt (Updates und Sicherheit)
  • Betriebssystem-Updates vom Hersteller
  • Linux-Betriebssystem ist von Haus aus sehr sicher*
  • eigener Termine- und Kontakte-Server (je nach Modell)
  • Streaming-Server (Audio, Video, Fotos)
  • e-mail Server, VPN-Server, DNS-Server, Entwickler-Tools (z.B. web-Server), Sync-Server...
  • u.v.m.

*Bitte beachten Sie, dass das größte Sicherheitsrisiko der Benutzer selbst ist! Sofern Sie vernünftige Passwörter vergeben haben und gewisse Einstellungen korrekt vorgenommen haben, zählt Linux zu den sichersten Betriebssystemen überhaupt!


Eine NAS wird diese meist in ein bestehendes Netzwerk eingebunden und dient als zentrale Datenablage - so die Grundidee dahinter.

Die Form variiert vom kleinen Kasten bis hin zu Rackmount-System, welches z.B. in einem Server-Schrank Platz findet. Auch unterscheiden sich die Geräte je nach Modell und Anbieter bezüglich der installierten Dienste und Software-Pakete und in der Ausstattung der Hardware.

Je nach Bedarf gibt es Geräte mit nur einem Festplatten-Platz bis hin zu Geräten mit einer ganzen Batterie an Festplatten-Einschüben.

Hintergrund: die meisten NAS-Geräte mit mehreren Festplatten werden "gespiegelt" betrieben - z.B. werden 2 Festplatten mit 4 TB im sogenannten RAID-Verbund als EINE Festplatte mit 4 TB angezeigt, die Daten werden "live" gespiegelt und befinden sich gleichzeitig auf beiden Festplatten. Sollte eine Festplatte ausfallen, kann weiter gearbeitet und die ausgefallene Festplatte ersetzt werden. Die Daten sind nicht verloren, und die Ausfallzeit ist gleich null.

Eine NAS mit einer Festplatte hat gegenüber allen anderen lediglich die Vorteile im Anschaffungspreis, dem Stromverbrauch und des in Anspruch genommenen Platzes. Der Nachteil liegt einerseits in der Datensicherheit, andererseits in der Ausfallzeit.

**WICHTIG** Auch wie beschrieben gespiegelte Systeme sollten zusätzlich gesichert werden!! Sehen Sie ein gespiegeltes System nicht als automatisch gesichert an! Es reduziert lediglich die Wahrscheinlichkeit eines sofortigen Total-Verlusts und reduziert Ausfallzeiten. Murphy`s Law ist unerbittlich!!!

Eine Sicherung kann über externe Festplatten erfolgen, denn fast alle handelsüblichen Systeme sind mit USB-Anschlüssen ausgestattet. Noch besser ist die sogenannte "baulich getrennte Sicherung", also einen zweiten Speicherort in einem anderen Gebäude (z.B. ganz klassisch bei Mama oder beim Chef zuhause). Eine einfache, für diesen Zweck ausgerüstete NAS ist vollkommen ausreichend.

NO BACKUP - NO MERCY (kein Backup - kein Mitleid)...ich kann diesen Punkt gar nicht eindringlich genug betonen - mehr dazu im Thema BACKUP.


Die Anschaffung (Preis) als Gegenargument?

Ein Argument ist selbstverständlich der Preis für die Anschaffung und den Betrieb. Als Gegenargument kann man die Befreiung von zig Abos (Cloud und VPN-Dienste) aufführen...auch dies summiert sich mit der Zeit erheblich. Man verliert zudem auch mit der Zeit den Überblick über die gebuchten Dienste....und um ganz ehrlich zu sein - wer kennt das nicht - wer hat immer sämtliche Daten zu diesen Diensten griffbereit und klar dokumentiert? Zudem sind NAS-Systeme von namhaften Herstellern auf eine längere Lebensdauer ausgelegt und sind im Idealfall skalierbar bzw. migrierbar (Umzug auf Gerätenachfolger).

Hat man das System einmal eingerichtet und sauber dokumentiert, kann es somit mit den steigenden Anforderungen auch "wachsen".

Fortsetzung Folgt...


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